Gestern haben wir hier veröffentlicht, wen die CDU nach Ansicht der Google-KI in das Rennen um den Chefposten im Limburger Rathaus schicken könnte. Gemini hat vier Namen aufgelistet, auf die – KI-typisch – man als Erstes kommen würde: Stanke, Wendel, Eisenbach, Muth. Gefragt, wer neben diesen vier Personen auch noch in Frage kommt, konnte Gemini nur – ebenfalls KI-typisch – nur Murks produzieren. Es zeigt sich einmal mehr, dass die natürliche der künstlichen „Intelligenz“ überlegen ist, sobald Sachverhalte zu klären sind, die Einblicke jenseits des digital Verfügbaren erforderlich machen.
Die CDU Limburg hat über die (vierköpfige) erste Reihe hinaus eine ganze Reihe von Persönlichkeiten zu bieten, die nicht nur eine gute Chance hätten, die Wahl zu gewinnen, sondern anschließend auch sehr fähige Bürgermeister wären. Mehrere dieser Persönlichkeiten sind in den Reihen der Ortsvorsteher (und -innen, das ist hier nicht unwichtig) zu finden, einige sind erfolgreiche Unternehmer, wieder andere profilierte Nachwuchspolitiker.
Entschieden ist wohl, dass es diesmal – anders als 2021 – kein „Seiteneinsteiger“ sein wird. Wir können davon ausgehen, dass der Kandidat mindestens seit mehreren Jahren, teils sogar seit zwei Jahrzehnten, kommunalpolitische Mandate innehat und die Themen der Stadtpolitik sehr gut kennt. Was nicht weniger wichtig ist: Erfahrung mit dem Innenleben einer Partei wie der CDU und den Mechanismen der kommunalpolitischen Auseinandersetzung. Die (weit überwiegend ehrenamtliche) Kommunalpolitik funktioniert anders als eine Verwaltung oder ein Unternehmen. Entscheidungen werden „Bottom-Up“ getroffen, Minderheiten müssen „mitgenommen“ werden, Beschlüsse sind ausführlich und immer wieder zu kommunizieren. Die kommunale Demokratie ist eine mühsame Angelegenheit, nur selten wird der direkte Weg zum Ziel genommen.

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