Limblog
Limburgs Geschichte und Gegenwart: Nachrichten * Analysen * Kommentare
Montag, 19. Januar 2026
Kommunalwahl Limburg: Freie Wähler und Volt treten an, SPD nicht mehr in Offheim aktiv
Samstag, 10. Januar 2026
Stadtverordnetenwahl vor 80 Jahren
Am 27. Januar vor 80 Jahren fanden die ersten Kommunalwahlen nach dem Zweiten Weltkrieg statt. Für die Stadtverordnetenversammlung von Limburg (damals noch ohne Stadtteile) stellten die CDU, die SPD und die KPD eine Liste auf. Vor den Wahlen gab es auch Wahlkampfveranstaltungen. Zu den beiden Archivfundstücken folgende Anmerkungen:
[1] Von den 52 Kandidaten waren fünf weiblich (3 CDU, je 1 SPD und KPD). Eine davon, die CDU-Kandidatin Josefine Büttner, war beruflich als „Auslands-Korrespondentin“ tätig. Die anderen geben als Tätigkeit Verkäuferin, Hausfrau, Ehefrau und ohne Beruf an. Bei den männlichen Kandidaten fallen ein Flurhüter und ein Feldhüter auf. Zu den Berufen, die es heute nicht oder kaum mehr gibt, gehören ein Formermeister und ein Polstermeister.
[2] Die Berufsverteilung auf die drei Listen folgt dem, was man erwarten würde: Bei der CDU sind – neben Handwerkern, Arbeitern und Angestellten – auch Handwerksmeister und kaufmännische Führungskräfte (Bankdirektor, Kaufmann, Prokurist) gut vertreten. Im Gegensatz dazu stellt die KPD ausschließlich Handwerker und Arbeiter sowie eine Kandidatin ohne Beruf auf. Die SPD-Liste liegt dazwischen. Sie hat Handwerker (darunter einen Meister) und Arbeiter zu bieten, aber auch einige öffentlich Bedienstete.
[3] Der Akazienweg hieß noch Käsbachstraße, benannt nach dem Bach, der von Dietkirchen kommend an Globus vorbei und unter der Autobahnbrücke durch, kurz dem Ansper folgend dann entlang des heutigen Akazienwegs in den an dieser Stelle etwas südlich der Westerwaldstraße verlaufenden Lahnarm mündete. Heute fließt der Käsbach verrohrt vom Ansper aus unter der Weilburger Straße in die Lahn.
[4] Die Adresse „Siedlung 15“ (SPD-Kandidat Josef Neidlinger) kann ich nicht zuordnen. Ich weiß nur, dass der heutige Bereich Akazienweg/In der Bitz früher in der Brückenvorstadt „Die Siedlung“ genannt wurde.
Samstag, 1. November 2025
Demokratischer Neubeginn vor 80 Jahren
Zum 80. Geburtstag darf man der CDU Limburg und zum 80. Jahrestag der Wiedergründung der SPD Limburg gratulieren. Die abgebildeten Dokumente der amerikanischen Besatzungsbehörde zeigen, dass die beiden Parteien Ende Oktober 1945 auf der Bildfläche der Limburger Politik erschienen, wobei der Begriff „Limburg“ dabei nicht unbedingt nur die Stadt, sondern auch den damaligen Kreis Limburg umfasste.
Mittwoch, 3. September 2025
Schade: Limburgs Tauben werden doch nicht getötet
Es wird keine Tötung von mehreren hundert Limburger Stadttauben töten. Das ist das Resultat einer Änderung der einschlägigen Rechtsgrundlage. Die ursprünglich vorgesehene Vorgehensweise wäre damit nicht mehr legal. Die Limburger werden also weiterhin mit der enormen Belastung durch Taubenkot (siehe Foto) alleine gelassen. Viele können ihre Balkone und Terrassen nicht mehr benutzen, werden beim Essen in der Fußgängerzone von den nicht immer übermäßig hygienischen Tierchen umschwärmt, dürfen sich den Dreck aus den Haaren oder der Kleidung entfernen (wenn es sie erwischt hat) oder müssen zusehen, wie Teile ihres Eigentums im Dreck versinken. Letzteres ist gerade in der Altstadt ein Riesenproblem.
Donnerstag, 3. Juli 2025
Trauer um Dr. Heinrich Richard
Donnerstag, 24. April 2025
Warum der Schafsberg Schafsberg heißt
Man
muss keine philologische Doktorarbeit mit etymologischem Schwerpunkt
geschrieben haben, um sich denken zu können, warum der Schafsberg in
Limburg Schafsberg heißt.
Dazu
bin ich in einer Fußnote eines Aufsatzes aus dem Jahr 1910 auf eine
interessante Information gestoßen: die Herzogliche Landesregierung
schrieb dem Herzoglichen Amtmann in Limburg im Jahr 1818, dass die
Pachtzeit mit den Schafhaltern ablaufe und bat um Ideen, wie der
Schafsberg „mit seinen nächsten öden Umgebungen“ zu einem Wäldchen
aufgewertet werden kann.
Seine
heutige Gestalt erhielt er dann allerdings erst um die Jahrhundertwende
mit den Bemühungen, die unter anderem von Joseph Heppel und dem damals
recht neuen Verschönerungsverein ausgingen. Wie der Schafsberg in den
knapp hundert Jahren dazwischen ausgesehen hat, ist mir nicht bekannt.
Quelle:
Metzen, J., Zur Geschichte der mittelalterlichen Befestigung der Stadt
Limburg, Nass. Annalen, Vol. 41 (1910), Fußnote 4, S. 40/41









