Limblog
Limburgs Geschichte und Gegenwart: Nachrichten * Analysen * Kommentare
Freitag, 27. März 2026
Die derzeitige Diskussion über die Spritpreise ist maßlos übertrieben
Mittwoch, 18. März 2026
Erinnerung an die Opfer im Dombunker
[Bild&Text: Stadtverwaltung Limburg]
Am 26. März 1945 erreichten amerikanische Truppen vom Westerwald kommend Limburg, am nächsten Tag endete für die Limburger der Zweite Weltkrieg. Neun Limburger Frauen, Männer und Kinder erlebten dies jedoch nicht mehr, sondern starben am 26. März im Dombunker, in dem sie Schutz gesucht hatten. An ihr Schicksal erinnert nun ein Hinweis auf dem Weg entlang des Mühlkanals der Lahn.
Das Schild steht direkt am Weg und an der Stelle, an der sich an dem dahinterliegenden Felsen der ehemalige und inzwischen verschlossene Zugang zu dem Bunker abzeichnet. Die Hinweistafel auf die neun Toten und die Vorgänge geht auf eine Initiative des kürzlich verstorbenen Günter „Ilo“ Butzbach zurück. Die Kosten für die Tafel hat der Ortsbeirat für die Limburger Kernstadt übernommen, der dafür einen Teil seiner Verfügungsmittel einsetzt.
Der Text auf der Tafel stammt vom Limburger Stadtarchivar Dr. Christoph Waldecker und erinnert an neun Opfer im Alter zwischen drei und 69 Jahren. Die auf der gegenüberliegenden Lahnseite anrückenden Amerikaner waren von einem Polizisten und einem Volkssturmmann vom Friedhof auf dem Domfelsen aus beschossen worden und hatten daraufhin das Feuer erwidert und dabei auch in den Dombunker geschossen.
Die Tafel erinnert an: Agnes Fiebig geb. Duchscherer (41 Jahre), Renate Fiebig (3), Paul Franke (69), Lina Franke geb. Fuckert (64), Else Krauss (35), Hans-Rudolf Müller (15), Margarete Schiefner geb. Gottert (50), Walter Vehling (37) und Jakob Wahl (45). Der Erinnerungstext befindet sich auch mit einer englischen und französischen Übersetzung auf der Tafel.
Montag, 19. Januar 2026
Kommunalwahl Limburg: Freie Wähler und Volt treten an, SPD nicht mehr in Offheim aktiv
Samstag, 10. Januar 2026
Stadtverordnetenwahl vor 80 Jahren
Am 27. Januar vor 80 Jahren fanden die ersten Kommunalwahlen nach dem Zweiten Weltkrieg statt. Für die Stadtverordnetenversammlung von Limburg (damals noch ohne Stadtteile) stellten die CDU, die SPD und die KPD eine Liste auf. Vor den Wahlen gab es auch Wahlkampfveranstaltungen. Zu den beiden Archivfundstücken folgende Anmerkungen:
[1] Von den 52 Kandidaten waren fünf weiblich (3 CDU, je 1 SPD und KPD). Eine davon, die CDU-Kandidatin Josefine Büttner, war beruflich als „Auslands-Korrespondentin“ tätig. Die anderen geben als Tätigkeit Verkäuferin, Hausfrau, Ehefrau und ohne Beruf an. Bei den männlichen Kandidaten fallen ein Flurhüter und ein Feldhüter auf. Zu den Berufen, die es heute nicht oder kaum mehr gibt, gehören ein Formermeister und ein Polstermeister.
[2] Die Berufsverteilung auf die drei Listen folgt dem, was man erwarten würde: Bei der CDU sind – neben Handwerkern, Arbeitern und Angestellten – auch Handwerksmeister und kaufmännische Führungskräfte (Bankdirektor, Kaufmann, Prokurist) gut vertreten. Im Gegensatz dazu stellt die KPD ausschließlich Handwerker und Arbeiter sowie eine Kandidatin ohne Beruf auf. Die SPD-Liste liegt dazwischen. Sie hat Handwerker (darunter einen Meister) und Arbeiter zu bieten, aber auch einige öffentlich Bedienstete.
[3] Der Akazienweg hieß noch Käsbachstraße, benannt nach dem Bach, der von Dietkirchen kommend an Globus vorbei und unter der Autobahnbrücke durch, kurz dem Ansper folgend dann entlang des heutigen Akazienwegs in den an dieser Stelle etwas südlich der Westerwaldstraße verlaufenden Lahnarm mündete. Heute fließt der Käsbach verrohrt vom Ansper aus unter der Weilburger Straße in die Lahn.
[4] Die Adresse „Siedlung 15“ (SPD-Kandidat Josef Neidlinger) kann ich nicht zuordnen. Ich weiß nur, dass der heutige Bereich Akazienweg/In der Bitz früher in der Brückenvorstadt „Die Siedlung“ genannt wurde.
Samstag, 1. November 2025
Demokratischer Neubeginn vor 80 Jahren
Zum 80. Geburtstag darf man der CDU Limburg und zum 80. Jahrestag der Wiedergründung der SPD Limburg gratulieren. Die abgebildeten Dokumente der amerikanischen Besatzungsbehörde zeigen, dass die beiden Parteien Ende Oktober 1945 auf der Bildfläche der Limburger Politik erschienen, wobei der Begriff „Limburg“ dabei nicht unbedingt nur die Stadt, sondern auch den damaligen Kreis Limburg umfasste.
Mittwoch, 3. September 2025
Schade: Limburgs Tauben werden doch nicht getötet
Es wird keine Tötung von mehreren hundert Limburger Stadttauben töten. Das ist das Resultat einer Änderung der einschlägigen Rechtsgrundlage. Die ursprünglich vorgesehene Vorgehensweise wäre damit nicht mehr legal. Die Limburger werden also weiterhin mit der enormen Belastung durch Taubenkot (siehe Foto) alleine gelassen. Viele können ihre Balkone und Terrassen nicht mehr benutzen, werden beim Essen in der Fußgängerzone von den nicht immer übermäßig hygienischen Tierchen umschwärmt, dürfen sich den Dreck aus den Haaren oder der Kleidung entfernen (wenn es sie erwischt hat) oder müssen zusehen, wie Teile ihres Eigentums im Dreck versinken. Letzteres ist gerade in der Altstadt ein Riesenproblem.









