Limblog
Limburgs Geschichte und Gegenwart: Nachrichten * Analysen * Kommentare
Freitag, 26. Juni 2026
Bürgermeisterwahl 2027: CDU äußert sich zur Kandidatenfrage
Donnerstag, 25. Juni 2026
Bürgermeisterwahl 2027: Stellt die CDU (k)einen Kandidaten auf?
Mittwoch, 27. Mai 2026
Aktuelle Beschlüsse des Ortsbeirates
Der Ortsbeirat Limburg-Innenstadt hat mit seiner zweiten Sitzung am 26.5. die inhaltliche Arbeit aufgenommen. Hier ein paar Highlights der Beschlüsse:
[1] Das „Paradies“ (=der Grünzug entlang des Großbaches von Blumenrod entlang des Sandweges bis zu Holzheimer Straße, in diesem Fall zzgl. einer Fläche am Stephanshügel) soll aufgewertet werden. Einem entsprechenden Plan des Magistrates stimmte der Ortsbeirat zu. Es wird bessere Wege, schönere Spiel- und Aufenthaltsflächen, eine umfangreichere Beleuchtung und nicht zuletzt – für Limblog das Highlight – eine Teilrenaturierung des derzeit weitgehend verrohrten Großbaches geben. Der Maßnahmenkatalog soll über die kommenden Jahre schrittweise umgesetzt werden.
[2] Im Rahmen des Quartiersprojektes Südstadt bekommt Blumenrod eine „Babbelbank“. Was das ist? Lassen Sie sich überraschen.
[3] In Limburg werden, insbesondere rund um Schulen, Kindergärten, Spielplätze sowie Sportstätten umfangreiche Cannabis-Verbotszonen ausgewiesen. Auch diesem Plan der Stadtverwaltung erteilte der Ortsbeirat seinen Segen.
[4] Der Ortsbeirat bittet den Magistrat, die folgenden Projekte bei der Aufstellung des Haushaltes für 2027 zu berücksichtigen: Neugestaltung des Bischofsplatzes, Teilverschattung des Europaplatzes, Bepflanzung des Kornmarktes, Anlagestellen für Kanu oberhalb des oberen und unterhalb des unteren Wehres, jeweils am Innenstadtufer, Neugestaltung der Grillhütte Blumenrod
Alle Beschlüsse fielen in einem breiten parteiübergreifenden Konsens.
Mittwoch, 15. April 2026
Limburg-Kernstadt: Schermert bleibt Ortsvorsteher
Sascha Schermert, der das Amt bereits in der vergangenen Wahlperiode ausgeübt hat, bleibt Ortsvorsteher der Limburger Kernstadt. Das hat der 13-köpfige Ortsbeirat einstimmig entschieden. Parteiübergreifend wurde Schermerts fachkundige, sachorientierte und unparteiische Wahrnehmung des Amtes gelobt. Schermert kündigte in seinen Dankesworten an, weiterhin alles dafür zu tun, dass das kollegiale Miteinander im Ortsbeirat auch in den kommenden Jahren erhalten bleibt.
Der 43-jährige Sascha Schermert, der dem Ortsbeirat seit 2016 angehört, ist ein Vertreter der in der Politik eher seltenen Gattung der selbständigen Handwerksmeister: Als verheirateter Vater von zwei Kindern, ist er Inhaber eines Bestattungsinstitutes und besitzt als Schreiner- und Bestattermeister gleich zwei Meisterbriefe. Außerhalb der Kommunalpolitik engagierte er sich früher beim Deutschen Roten Kreuz sowie der Feuerwehr. Er ist aktiver Sportschütze, begeisterter Sportbootfahrer und leidenschaftlicher Camper.
Zu Schermerts Stellvertretern wurden, ebenfalls einstimmig, Dario Tripoli (SPD) und Jan-Philipp Gürtler (Bündnis90/Die Grünen) gewählt.
Donnerstag, 2. April 2026
Immobilienpreise im Landkreis bis 2023 real rückläufig?
Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen. Das gilt nicht zuletzt für die Immobilienpreise, die sich auf einem Markt mit vielfältigen strukturellen Besonderheiten bilden. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat es trotzdem gewagt, auf Landkreisebene eine Prognose bis 2035 zu erstellen. Für unseren Landkreis kommt ein jährlicher realer Preisrückgang von bis zu einem Prozent raus. „Real“ bedeutet: nach Abzug der Inflation. Wenn also die Immobilienpreise nominal um zwei Prozent steigen, die Inflationsrate aber 2,5% beträgt, bedeutet das einen Preisrückgang um 0,5%.
An ein solches Ergebnis schließen sich natürlich viele Fragen an, zum einen zur Methodik (die auf der Website des Institutes beschrieben wird), zum anderen zu den der Prognose zugrundeliegende Annahmen (beispielsweise bzgl. Migration und Zinsniveau). Ganz generell muss hinterfragt werden, wie sinnvoll solche Zahlen sind, wenn sie weder die Lage noch den Immobilientyp berücksichtigen. Zwar ist eine Prognose auf Landkreisebene schon sehr feingliedrig, aber ein Einfamilienhaus in Möttau aus den 1960er Jahren hat mit einer Neubau-Penthouse-Wohnung in Limburg nur wenig gemeinsam.
Trotzdem gilt: Ohne Prognosen sind in der Gegenwart keine Entscheidungen möglich. Die IW-Studie ist sicher nicht der Weisheit letzter Schluss, aber trotzdem ein wichtiger Baustein für alle, die sich eine Meinung über den hiesigen Immobilienmarkt bilden wollen.
Link: www[PUNKT]iwkoeln[PUNKT]de/studien/pekka-sagner-warum-sich-regionale-maerkte-staerker-auseinanderentwickeln.html
Mittwoch, 1. April 2026
Baubeginn 1.4.2027: Limburger Priesterseminar wird Wohnpark für Einkommensschwache
In der Limburger Brückenvorstadt tut sich was: Das Bistum Limburg gibt das Priesterseminar auf – in dem Gebäude selbst und auf dem umliegenden Gelände (insgesamt 1,5 Hektar) werden in mehreren Bauabschnitten etwa 140 Wohneinheiten entstehen. Die Wohnungen sollen in erster Linie Einkommensschwachen zur Verfügung gestellt werden. Der Fokus liegt dabei auf Ein-Zimmer-Apartments für Singles und Wohnungen mit vier und mehr Zimmern für Familien. Der erste Spatenstich ist für heute in einem Jahr, also am 1.4.2027, geplant.
Ein Sprecher des Bistums teilte mit, die katholische Kirche in Ihrer Gesamtheit, aber insbesondere auch das Bistum Limburg, habe sich in der Vergangenheit allzu oft damit begnügt, gesellschaftliche Probleme per Gremien-Resolution anzuprangern und „die Politik“ bzw. „die Wirtschaft“ dafür verantwortlich zu machen. „Wir waren Resolutionschristen – jetzt wollen wir resolute Christen werden“, so das Bistum in einer Mitteilung wörtlich.
Es gebe keinen einzigen nachvollziehbaren Grund dafür, dass eine Institution wie die Kirche Sahnestücke wie die Priesterseminarimmobilie horte. Damit sei jetzt Schluss. Gleichzeitig sollen diejenigen Gebäude, die im Kircheneigentum verbleiben, vermehrt für die Unterbringung von Flüchtlingen und Obdachlosen genutzt werden. Entsprechende Gespräche mit den Sozialministerien von Hessen und Rheinland-Pfalz seien gerade angelaufen. Für die Verhandlungen hat das Bischöfliche Ordinariat eine siebenköpfige Arbeitgruppe mit der Bezeichnung "Projekt Mt 19,21" eingerichtet. Erste Ergebnisse sollen am 15. November 2026 vorliegen.






