Die Dom-Sanierung beginnt - und soll bis 2030 dauern. Hier einige interessante Fragen und Antworten:
Wieso saniert das Land Hessen den Limburger Dom?
Für den Georgsdom existiert eine sogenannte Baulastverpflichtung des Landes Hessen. Diese beruht auf einem Vertrag des Landes Hessen mit den Katholischen Bistümern in Hessen aus dem Jahr 1963. Die gleiche Regelung gilt für den Dom zu Fulda sowie – aufgrund eines Vertrags des Landes Hessen mit den Evangelischen Landeskirchen in Hessen von 1960 – für die Elisabethkirche und die Universitätskirche in Marburg.
Wer ist seitens des Landes Hessen für die Baulastverpflichtungen zuständig?
Auf der Ebene der Landesregierung werden die Baulastverpflichtungen für diese vier Kirchen, bei denen es sich um hessische Baudenkmäler allerhöchsten Ranges handelt, im Hessischen Kultusministerium betreut. Das Kultusministerium ist für die Regelung der Rechtsbeziehungen zwischen Staat und Kirchen, Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften zuständig. Alle übrigen ehemaligen Baulastverpflichtungen des Landes Hessen an kirchlichen Gebäuden sind seit 1960 bzw. 1963 abgelöst.
Wer ist an den Arbeiten am Limburger Dom beteiligt?
An der Baumaßnahme beteiligt sind unter anderem das Domkapitel Limburg und das Diözesanbauamt. Planung und Projektleitung übernimmt der LBIH. Dem vom LBIH beauftragten Architekten werden Vermesser, Tragwerksplaner, restauratorische Fachbauleitung, Bauforscher, Holz-, Glas und Dachgutachter sowie Fachplaner für Elektro- und Blitzschutz zur Seite gestellt.
Wie lange soll die Sanierung andauern?
Der sorgsame Umgang mit dem Baudenkmal erfordert ein abgestimmtes Zusammenspiel von vielfältigen Fachdisziplinen. Nach heutiger Planung sollen die Arbeiten im Jahr 2030 abgeschlossen sein.
In wie viele Bauabschnitte ist die Maßnahme aufgeteilt?
Die Arbeiten beginnen mit dem ersten Bauabschnitt an der Westgruppe, also im Bereich des Hauptportals des Georgsdoms. Daran anschließend gibt vier weitere Bauabschnitte – vom Vierungsturm über die Querhäuser, das Langhaus bis zur Ostgruppe. Insgesamt werden von rund 3.400 Quadratmeter Dachfläche und weitere 6.900 Quadratmeter Fassadenfläche bearbeitet.

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