Montag, 24. Juni 2019

Krater in Ahlbacher Feld gibt Rätsel auf

Am Sonntag,23.06.2019 gegen 17.20 Uhr wurde in einem Feld im Bereich von Limburg-Ahlbach ein Krater gemeldet. Bei der ersten Nachschau durch eine Streife wurden die Ausmaße von etwa 10 Metern Durchmesser und einer Tiefe von etwa 4 Metern festgestellt. Hinweise auf eine Verursachung durch Arbeitsmaschinen oder Werkzeuge ergaben sich nicht. Nach Angaben von Anwohnern, soll in der Nacht zum Sonntag, um 03.52 Uhr eine stärkere Explosion und ein Beben wahrgenommen worden sein.Nach Hinzuziehung des Kampfmittelräumdienstes konnten bisher keine definitiven Hinweise auf einen mutmaßlichen Blindgänger festgestellt werden. Im Laufe des heutigen Tages werden weitere Untersuchungen durch diesen durchgeführt. Vom örtlichen DRK wurde mittels einer Drohne eine Übersichtsaufnahme gefertigt.

Bild&Text: Polizeipräsidium Westhessen

Sonntag, 23. Juni 2019

Alte Lahnbrücke/Brückenvorstadt: Ab morgen massive Verkehrsbeschränkungen

Morgen beginnen die Arbeiten zur Erneuerung der Westerwaldstraße. Hier das Wichtigste in Kürze:
  • Die Westerwaldstraße wird zwischen Seilerbahn und Schleusenweg voll gesperrt. 
  • Die Alte Lahnbrücke wird stadteinwärts zur Einbahnstraße.
  • Der Verkehr aus der Brückenvorstadt wird über Seilerbahn und Schleusenweg auf die Alte Lahnbrücke stadteinwärts geleitet.
  • Der Verkehr stadtauswärts soll über Konrad-Kurzbold-Straße und Neue Lahnbrücke fließen.
  • Diese Baumaßnahme wird ungefähr acht Wochen andauern.
Im Anschluss erfolgt in zwei weiteren Abschnitten die Sanierung der Westerwaldstraße bis zur Neuen Lahnbrücke.

Samstag, 22. Juni 2019

Don Vito Lupo: Gläubige weiter wütend über Zwangsrente

Die Leserbriefwelle in der Nassauischen Neuen Presse ist zwar mittlerweile ein wenig abgeebbt, der Unmut sehr vieler Gläubiger jedoch nicht: sie wollen sich nicht damit abfinden, dass ihr beliebter Seelsorger Dr. Don Vito Lupo, wie vom Bistum Limburg verfügt, im Herbst in den Zwangsruhestand gehen soll.

Bei hoch- und höchstrangigen Bistumsrepräsentanten beißen sie mit ihren schriftlich und im direkten Gespräch vorgetragenen Fragen nicht nur nach wie vor auf Granit, sondern ernten vermehrt auch genervte bis gereizte Rückmeldungen.

Beides, die Entscheidung selbst ebenso wie die Reaktion der Würdenträger auf die Kritik, ist unverständlich.

Warum glaubt man, auf einen so aktiven und beliebten Priester verzichten zu können? Don Vito Lupo erreicht mit seiner offenen Art, seinen theologischen Vorträgen und nicht zuletzt mit seinen deutsch-italienischen Gottesdiensten in der Annakirche ein ebenso großes wie bunt gemischtes Publikum weit über die Grenzen der Stammkundschaft der Kirche hinaus. Und warum hat man ihm noch vor kurzem, wie sehr viele seiner Anhänger beteuern, versprochen, er könne so lange als Seelsorger der italienischen Gemeinden weitermachen, wie er wolle und Gott ihm mit der dazu notwendigen Gesundheit segne?

Dass die oberste Bistumführung diesen Fragen ausweicht (so empfinden es zumindest viele Limburger Katholiken), macht die Sache nicht gerade besser. Dabei böte sich doch ein naheliegender Kompromiss an: Don Vito Lupo bekommt seinen zukünftigen Nachfolger an die Seite gestellt, arbeitet diesen ein und wird von ihm Schritt für Schritt von lästigen Verwaltungspflichten entbunden - darf aber weiter auf seine unnachahmliche Art und Weise Deutsche, Italienier und alle anderen für den Glauben begeistern.

Sonntag, 26. Mai 2019

Wählen gehen und Wahlhelfer werden!


Heute ist Europawahl. Bei einem so langen Stimmzettel sollte doch für jeden was dabei sein. Die Demokratie braucht aber nicht nur Wähler, sondern auch Wahlhelfer. Wer hinter die Kulissen der Demokratie blicken und sich alle ein, zwei Jahre sonntags sinnvoll betätigen möchte, der kann sich an lisa.weimer@stadt.limburg.de wenden. Wahlhelfer werden übrigens vorher ausreichend geschult, von den kompetenten Mitarbeitern der Stadtverwaltung ausgesprochen freundlich betreut und erhalten ein „Erfrischungsgeld“ von 40 Euro.

Der Stimmzettel zur Europawahl 2019.


Sonntag, 19. Mai 2019

Die Schlossumbaupläne der Stadtverwaltung...

...lassen nach Ansicht der FDP-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung noch (zu) viele Fragen offen. Der Magistrat will das Schloss hinter dem Dom bekanntlich zu einem Zentrum für Musikkultur und Stadtgeschichte weiterentwickeln. Der Ausbau von Räumlichkeiten für den Domchor und die Mädchenkantorei Limburg ist dabei schon weit vorangeschritten. Nun soll das Stadtarchiv mehr Platz erhalten und zudem ein stadthistorischen Museum eingerichtet werden.

Den Liberalen geht das allerdings zu schnell. Deshalb beantragen sie, dass das Stadtparlament morgen noch keine abschließende Entscheidung trifft, sondern das Thema bis zur nächsten Sitzungsrunde vertagt. In der Zwischenzeit soll der Magistrat folgende Informationen liefern bzw. die entsprechenden Fragen beantworten:

- Zeit- und Projektplan für den Umbau des Schloss
- Bericht über den aktuellen Stand der Sanierungen
- Aktualisiertes Nutzungskonzept für das Schloss mit Kartenmaterial (welche Räume für wen)
- Kostenaufstellung nach Modulen für den Umbau des Schloss
- Stellplatznachweise
- Zeit- und Projektplan für die Errichtung der stadthistorischen Ausstellung
- Kostenaufstellung vergleichbar den Beratungen zum Mechanikum sowohl die Investitionskosten als auch die Folgekosten (personell und finanziell.)
- Betreibermodell für die stadthistorische Ausstellung

Donnerstag, 16. Mai 2019

Maiwald tritt aus Linkspartei aus und 2021 mit eigener Liste an

Die Kommunalwahl 2021 wirkt noch weit weg, aber sie rückt immer näher. Alle Parteien befinden sich in der Phase der Vorplanung und der Vorüberlegungen, insbesondere hinsichtlich des aufzustellenden Personals. Gleichzeitig verdichten sich Hinweise, dass mindestens zwei neue Gruppierungen antreten werden, eine davon gegründet von mit der Stadtpolitik unzufriedenen Einwohnern und Geschäftsleuten aus der Kernstadt. Dabei soll es sich nicht zuletzt um ehemalige Unterstützer des jetzigen Bürgermeisters Marius Hahn handeln. Der Sozialdemokrat hatte sich 2015 als Unabhängiger ausgegeben und von einer Bürgerinitiative unterstützen lassen. Viele Mitglieder der Initiative sind aber von der tatsächlichen Amtsführung ihres ehemaligen Hoffnungsträgers bitter enttäuscht und wollen nun selbst aktiv werden.

Konkreter sind Planungen aus ganz anderer Richtung: Kai-Hagen Maiwald, der Vorsitzende der Linksfraktion im Stadtparlament, ist bei den Linken ausgetreten und will 2021 mit einer Bürgerliste antreten. Er bleibe aber Fraktionsvorsitzender der Linksfraktion, weil er auf kommunaler Ebene seine Kraft für ein ökologischeres und sozialeres Limburg bis 2021 nicht schwächen wolle. Für 2021 werde er für die Partei DIE LINKE. dann jedoch definitiv nicht mehr antreten. Vielmehr arbeite er mit parteilosen Bürgern daran, nicht nur auf Stadt-, sondern auch auf Kreisebene eine Bürgerliste für die Wahl 2021 ins Rennen zu schicken.

Ein Grundsatzprogramm für die Stadt sei derzeit schon in Arbeit, die Schwerpunkte dabei seien:

  • Mehr objektive Sicherheit, vor allem für Frauen - gerade in den Abend- und Nachtstunden von Limburg.
  • Mehr kommunaler Einsatz für Menschen mit geringem Einkommen wie bspw. Alleinerziehende, Menschen mit einer Behinderung.
  • Eine bessere Infrastrukturgestaltung und Verbesserungen in der der Stadt, welche vor allem die Belange von RenterInnen, Familien und Menschen mit Behinderungen berücksichtigt.
  • Ein grüneres Limburg, in welchem Baumfällungen nicht mehr selbstverständlich sind.
  • Sinnvolle Maßnahmen um die Luft zu verbessern, ohne dabei den Handelsstandort zu gefährden.
  • Kampf gegen Korruption und "Vetternwirtschaft" auf kommunaler Ebene.
  • Unterstützung von lokalen Kleingewerbetreibenden.
 
Der Linken-Fraktionsvorsitzende in der Stadtverordnetenversammlung, Kai-Hagen Maiwald. Foto: privat

Samstag, 11. Mai 2019

Schrohes Wetter

Was haben Sie denn für ein schrohes Wetter mitgebracht? Mit dieser Frage wurde Limblog heute Morgen in seiner Lieblingsfiliale seines Lieblingsbäckers (dem echten) empfangen. Da dieses Blögchen sich auch dem Erhalt von Begriffen, die in Vergessenheit zu geraten drohen, verschrieben hat, wollen wir uns nun ein wenig mit dem Adjektiv „schroh“ beschäftigen.

Wie jeder weiß, bedeutet „schroh“ hierzulande schlecht (im Sinne von unangenehm bzw. widrig, nicht im Sinne von qualitativ schlecht) oder hässlich. Eine kurze Internetrecherche ergibt, dass es das Wort in dieser Verwendung nicht nur im nassauischen Kernland (Westerwald-Taunus-Lahn rund um Limburg), sondern in größeren Teilen Westdeutschlands gibt. So findet man es im kölschen Wörterbuch ebenso wie in einem Wikipedia-Eintrag zum Siegerländer Dialekt, natürlich im Wäller Platt-Wictionary und – wissenschaftlich aufbereitet – im Hessen-Nassauischen Wörterbuch.

Letzteres, das Hessen-Nassauische Wörterbuch, bestätigt zum einen die enorme Verbreitung des Ausdrucks und zum anderen, dass dessen Gebrauch früher oder andernorts inhaltlich wesentlich weiter war bzw. ist. Mager/fettarm/dünn konnte es ebenso bedeuten wie rauh (anzufühlen), dürftig, grob und minderwertig. Und natürlich hässlich, wobei die Beispiele im Hessen-Nassauischen Wörterbuch nur als bedingt #metoo-tauglich einzustufen sind. Demzufolge kann man nämlich nicht nur schroh schreiben, sondern auch hin und wieder ein „schrohes Weibsbild“ erblicken müssen. Dieses schrohe Weibsbild wiederum kann entweder hässlich sein oder grob, rauh, ungehobelt bzw. charakterlich schlecht, denn auch all das kann „schroh“ bedeuten.

Und wir lernen last but not least, dass ein Husten schroh im Sinne von anhaltend, quälend sein kann – bis hin zur Bezeichnung des Keuchhustens als „schroher Husten“ in Montabaur.

Schrohes Wetter.