Mittwoch, 9. September 2026
Bildungssystem: Mehr Ehrlichkeit in der Leistungsbewertung!
Montag, 7. September 2026
35 Jahre Jugendmagazin "UnSZENsieErt"
Donnerstag, 27. August 2026
Dr. Marius Hahn: Respekt, Dank und ein kleines bisschen Kritik
Bürgermeisterwahl Limburg: Richard Eisenbach (CDU) tritt an
Mittwoch, 26. August 2026
Fragen und Antworten zur Domsanierung
Sonntag, 5. Juli 2026
Parkstraße Limburg: Mehr als die Hälfte der Parkplätze fällt weg
Die Parkplätze in der Parkstraße in Fahrtrichtung links (auf unserem Foto rechts) sollen wegfallen. Das hat der Magistrat beschlossen. Ziel ist, eine durchgängige Befahrbarkeit für Radfahrer (auch gegen die Fahrtrichtung der Einbahnstraße) sicherzustellen, ohne dass es zu gefährlichen Begegnungen mit Kraftfahrzeugen kommt. Gleichzeitig ist das Ziel, den Bussen der Stadtlinie eine bessere Befahrbarkeit der Sraße zu ermöglichen. Für die Anwohner sollen als Ersatz die 15 Parkplätze an der IHK als Anwohnerparkplätze ausgezeichnet werden.
Montag, 29. Juni 2026
Der Limburger CDU-Bürgermeisterkandidat wird kein Seiteneinsteiger sein!
Gestern haben wir hier veröffentlicht, wen die CDU nach Ansicht der Google-KI in das Rennen um den Chefposten im Limburger Rathaus schicken könnte. Gemini hat vier Namen aufgelistet, auf die – KI-typisch – man als Erstes kommen würde: Stanke, Wendel, Eisenbach, Muth. Gefragt, wer neben diesen vier Personen auch noch in Frage kommt, konnte Gemini nur – ebenfalls KI-typisch – nur Murks produzieren. Es zeigt sich einmal mehr, dass die natürliche der künstlichen „Intelligenz“ überlegen ist, sobald Sachverhalte zu klären sind, die Einblicke jenseits des digital Verfügbaren erforderlich machen.
Die CDU Limburg hat über die (vierköpfige) erste Reihe hinaus eine ganze Reihe von Persönlichkeiten zu bieten, die nicht nur eine gute Chance hätten, die Wahl zu gewinnen, sondern anschließend auch sehr fähige Bürgermeister wären. Mehrere dieser Persönlichkeiten sind in den Reihen der Ortsvorsteher (und -innen, das ist hier nicht unwichtig) zu finden, einige sind erfolgreiche Unternehmer, wieder andere profilierte Nachwuchspolitiker.
Entschieden ist wohl, dass es diesmal – anders als 2021 – kein „Seiteneinsteiger“ sein wird. Wir können davon ausgehen, dass der Kandidat mindestens seit mehreren Jahren, teils sogar seit zwei Jahrzehnten, kommunalpolitische Mandate innehat und die Themen der Stadtpolitik sehr gut kennt. Was nicht weniger wichtig ist: Erfahrung mit dem Innenleben einer Partei wie der CDU und den Mechanismen der kommunalpolitischen Auseinandersetzung. Die (weit überwiegend ehrenamtliche) Kommunalpolitik funktioniert anders als eine Verwaltung oder ein Unternehmen. Entscheidungen werden „Bottom-Up“ getroffen, Minderheiten müssen „mitgenommen“ werden, Beschlüsse sind ausführlich und immer wieder zu kommunizieren. Die kommunale Demokratie ist eine mühsame Angelegenheit, nur selten wird der direkte Weg zum Ziel genommen.
Sonntag, 28. Juni 2026
Das sagt Google Gemini zum Bürgermeisterkandidaten der CDU
Samstag, 27. Juni 2026
Zwölf Limburger wollten seit 1997 Bürgermeister werden
Freitag, 26. Juni 2026
Bürgermeisterwahl 2027: CDU äußert sich zur Kandidatenfrage
Donnerstag, 25. Juni 2026
Bürgermeisterwahl 2027: Stellt die CDU (k)einen Kandidaten auf?
Mittwoch, 27. Mai 2026
Aktuelle Beschlüsse des Ortsbeirates
Der Ortsbeirat Limburg-Innenstadt hat mit seiner zweiten Sitzung am 26.5. die inhaltliche Arbeit aufgenommen. Hier ein paar Highlights der Beschlüsse:
[1] Das „Paradies“ (=der Grünzug entlang des Großbaches von Blumenrod entlang des Sandweges bis zu Holzheimer Straße, in diesem Fall zzgl. einer Fläche am Stephanshügel) soll aufgewertet werden. Einem entsprechenden Plan des Magistrates stimmte der Ortsbeirat zu. Es wird bessere Wege, schönere Spiel- und Aufenthaltsflächen, eine umfangreichere Beleuchtung und nicht zuletzt – für Limblog das Highlight – eine Teilrenaturierung des derzeit weitgehend verrohrten Großbaches geben. Der Maßnahmenkatalog soll über die kommenden Jahre schrittweise umgesetzt werden.
[2] Im Rahmen des Quartiersprojektes Südstadt bekommt Blumenrod eine „Babbelbank“. Was das ist? Lassen Sie sich überraschen.
[3] In Limburg werden, insbesondere rund um Schulen, Kindergärten, Spielplätze sowie Sportstätten umfangreiche Cannabis-Verbotszonen ausgewiesen. Auch diesem Plan der Stadtverwaltung erteilte der Ortsbeirat seinen Segen.
[4] Der Ortsbeirat bittet den Magistrat, die folgenden Projekte bei der Aufstellung des Haushaltes für 2027 zu berücksichtigen: Neugestaltung des Bischofsplatzes, Teilverschattung des Europaplatzes, Bepflanzung des Kornmarktes, Anlagestellen für Kanu oberhalb des oberen und unterhalb des unteren Wehres, jeweils am Innenstadtufer, Neugestaltung der Grillhütte Blumenrod
Alle Beschlüsse fielen in einem breiten parteiübergreifenden Konsens.
Mittwoch, 15. April 2026
Limburg-Kernstadt: Schermert bleibt Ortsvorsteher
Sascha Schermert, der das Amt bereits in der vergangenen Wahlperiode ausgeübt hat, bleibt Ortsvorsteher der Limburger Kernstadt. Das hat der 13-köpfige Ortsbeirat einstimmig entschieden. Parteiübergreifend wurde Schermerts fachkundige, sachorientierte und unparteiische Wahrnehmung des Amtes gelobt. Schermert kündigte in seinen Dankesworten an, weiterhin alles dafür zu tun, dass das kollegiale Miteinander im Ortsbeirat auch in den kommenden Jahren erhalten bleibt.
Der 43-jährige Sascha Schermert, der dem Ortsbeirat seit 2016 angehört, ist ein Vertreter der in der Politik eher seltenen Gattung der selbständigen Handwerksmeister: Als verheirateter Vater von zwei Kindern, ist er Inhaber eines Bestattungsinstitutes und besitzt als Schreiner- und Bestattermeister gleich zwei Meisterbriefe. Außerhalb der Kommunalpolitik engagierte er sich früher beim Deutschen Roten Kreuz sowie der Feuerwehr. Er ist aktiver Sportschütze, begeisterter Sportbootfahrer und leidenschaftlicher Camper.
Zu Schermerts Stellvertretern wurden, ebenfalls einstimmig, Dario Tripoli (SPD) und Jan-Philipp Gürtler (Bündnis90/Die Grünen) gewählt.
Donnerstag, 2. April 2026
Immobilienpreise im Landkreis bis 2023 real rückläufig?
Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen. Das gilt nicht zuletzt für die Immobilienpreise, die sich auf einem Markt mit vielfältigen strukturellen Besonderheiten bilden. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat es trotzdem gewagt, auf Landkreisebene eine Prognose bis 2035 zu erstellen. Für unseren Landkreis kommt ein jährlicher realer Preisrückgang von bis zu einem Prozent raus. „Real“ bedeutet: nach Abzug der Inflation. Wenn also die Immobilienpreise nominal um zwei Prozent steigen, die Inflationsrate aber 2,5% beträgt, bedeutet das einen Preisrückgang um 0,5%.
An ein solches Ergebnis schließen sich natürlich viele Fragen an, zum einen zur Methodik (die auf der Website des Institutes beschrieben wird), zum anderen zu den der Prognose zugrundeliegende Annahmen (beispielsweise bzgl. Migration und Zinsniveau). Ganz generell muss hinterfragt werden, wie sinnvoll solche Zahlen sind, wenn sie weder die Lage noch den Immobilientyp berücksichtigen. Zwar ist eine Prognose auf Landkreisebene schon sehr feingliedrig, aber ein Einfamilienhaus in Möttau aus den 1960er Jahren hat mit einer Neubau-Penthouse-Wohnung in Limburg nur wenig gemeinsam.
Trotzdem gilt: Ohne Prognosen sind in der Gegenwart keine Entscheidungen möglich. Die IW-Studie ist sicher nicht der Weisheit letzter Schluss, aber trotzdem ein wichtiger Baustein für alle, die sich eine Meinung über den hiesigen Immobilienmarkt bilden wollen.
Link: www[PUNKT]iwkoeln[PUNKT]de/studien/pekka-sagner-warum-sich-regionale-maerkte-staerker-auseinanderentwickeln.html
Mittwoch, 1. April 2026
Baubeginn 1.4.2027: Limburger Priesterseminar wird Wohnpark für Einkommensschwache
In der Limburger Brückenvorstadt tut sich was: Das Bistum Limburg gibt das Priesterseminar auf – in dem Gebäude selbst und auf dem umliegenden Gelände (insgesamt 1,5 Hektar) werden in mehreren Bauabschnitten etwa 140 Wohneinheiten entstehen. Die Wohnungen sollen in erster Linie Einkommensschwachen zur Verfügung gestellt werden. Der Fokus liegt dabei auf Ein-Zimmer-Apartments für Singles und Wohnungen mit vier und mehr Zimmern für Familien. Der erste Spatenstich ist für heute in einem Jahr, also am 1.4.2027, geplant.
Ein Sprecher des Bistums teilte mit, die katholische Kirche in Ihrer Gesamtheit, aber insbesondere auch das Bistum Limburg, habe sich in der Vergangenheit allzu oft damit begnügt, gesellschaftliche Probleme per Gremien-Resolution anzuprangern und „die Politik“ bzw. „die Wirtschaft“ dafür verantwortlich zu machen. „Wir waren Resolutionschristen – jetzt wollen wir resolute Christen werden“, so das Bistum in einer Mitteilung wörtlich.
Es gebe keinen einzigen nachvollziehbaren Grund dafür, dass eine Institution wie die Kirche Sahnestücke wie die Priesterseminarimmobilie horte. Damit sei jetzt Schluss. Gleichzeitig sollen diejenigen Gebäude, die im Kircheneigentum verbleiben, vermehrt für die Unterbringung von Flüchtlingen und Obdachlosen genutzt werden. Entsprechende Gespräche mit den Sozialministerien von Hessen und Rheinland-Pfalz seien gerade angelaufen. Für die Verhandlungen hat das Bischöfliche Ordinariat eine siebenköpfige Arbeitgruppe mit der Bezeichnung "Projekt Mt 19,21" eingerichtet. Erste Ergebnisse sollen am 15. November 2026 vorliegen.
Freitag, 27. März 2026
Die derzeitige Diskussion über die Spritpreise ist maßlos übertrieben
Mittwoch, 18. März 2026
Erinnerung an die Opfer im Dombunker
[Bild&Text: Stadtverwaltung Limburg]
Am 26. März 1945 erreichten amerikanische Truppen vom Westerwald kommend Limburg, am nächsten Tag endete für die Limburger der Zweite Weltkrieg. Neun Limburger Frauen, Männer und Kinder erlebten dies jedoch nicht mehr, sondern starben am 26. März im Dombunker, in dem sie Schutz gesucht hatten. An ihr Schicksal erinnert nun ein Hinweis auf dem Weg entlang des Mühlkanals der Lahn.
Das Schild steht direkt am Weg und an der Stelle, an der sich an dem dahinterliegenden Felsen der ehemalige und inzwischen verschlossene Zugang zu dem Bunker abzeichnet. Die Hinweistafel auf die neun Toten und die Vorgänge geht auf eine Initiative des kürzlich verstorbenen Günter „Ilo“ Butzbach zurück. Die Kosten für die Tafel hat der Ortsbeirat für die Limburger Kernstadt übernommen, der dafür einen Teil seiner Verfügungsmittel einsetzt.
Der Text auf der Tafel stammt vom Limburger Stadtarchivar Dr. Christoph Waldecker und erinnert an neun Opfer im Alter zwischen drei und 69 Jahren. Die auf der gegenüberliegenden Lahnseite anrückenden Amerikaner waren von einem Polizisten und einem Volkssturmmann vom Friedhof auf dem Domfelsen aus beschossen worden und hatten daraufhin das Feuer erwidert und dabei auch in den Dombunker geschossen.
Die Tafel erinnert an: Agnes Fiebig geb. Duchscherer (41 Jahre), Renate Fiebig (3), Paul Franke (69), Lina Franke geb. Fuckert (64), Else Krauss (35), Hans-Rudolf Müller (15), Margarete Schiefner geb. Gottert (50), Walter Vehling (37) und Jakob Wahl (45). Der Erinnerungstext befindet sich auch mit einer englischen und französischen Übersetzung auf der Tafel.
Montag, 19. Januar 2026
Kommunalwahl Limburg: Freie Wähler und Volt treten an, SPD nicht mehr in Offheim aktiv
Samstag, 10. Januar 2026
Stadtverordnetenwahl vor 80 Jahren
Am 27. Januar vor 80 Jahren fanden die ersten Kommunalwahlen nach dem Zweiten Weltkrieg statt. Für die Stadtverordnetenversammlung von Limburg (damals noch ohne Stadtteile) stellten die CDU, die SPD und die KPD eine Liste auf. Vor den Wahlen gab es auch Wahlkampfveranstaltungen. Zu den beiden Archivfundstücken folgende Anmerkungen:
[1] Von den 52 Kandidaten waren fünf weiblich (3 CDU, je 1 SPD und KPD). Eine davon, die CDU-Kandidatin Josefine Büttner, war beruflich als „Auslands-Korrespondentin“ tätig. Die anderen geben als Tätigkeit Verkäuferin, Hausfrau, Ehefrau und ohne Beruf an. Bei den männlichen Kandidaten fallen ein Flurhüter und ein Feldhüter auf. Zu den Berufen, die es heute nicht oder kaum mehr gibt, gehören ein Formermeister und ein Polstermeister.
[2] Die Berufsverteilung auf die drei Listen folgt dem, was man erwarten würde: Bei der CDU sind – neben Handwerkern, Arbeitern und Angestellten – auch Handwerksmeister und kaufmännische Führungskräfte (Bankdirektor, Kaufmann, Prokurist) gut vertreten. Im Gegensatz dazu stellt die KPD ausschließlich Handwerker und Arbeiter sowie eine Kandidatin ohne Beruf auf. Die SPD-Liste liegt dazwischen. Sie hat Handwerker (darunter einen Meister) und Arbeiter zu bieten, aber auch einige öffentlich Bedienstete.
[3] Der Akazienweg hieß noch Käsbachstraße, benannt nach dem Bach, der von Dietkirchen kommend an Globus vorbei und unter der Autobahnbrücke durch, kurz dem Ansper folgend dann entlang des heutigen Akazienwegs in den an dieser Stelle etwas südlich der Westerwaldstraße verlaufenden Lahnarm mündete. Heute fließt der Käsbach verrohrt vom Ansper aus unter der Weilburger Straße in die Lahn.
[4] Die Adresse „Siedlung 15“ (SPD-Kandidat Josef Neidlinger) kann ich nicht zuordnen. Ich weiß nur, dass der heutige Bereich Akazienweg/In der Bitz früher in der Brückenvorstadt „Die Siedlung“ genannt wurde.
Samstag, 1. November 2025
Demokratischer Neubeginn vor 80 Jahren
Zum 80. Geburtstag darf man der CDU Limburg und zum 80. Jahrestag der Wiedergründung der SPD Limburg gratulieren. Die abgebildeten Dokumente der amerikanischen Besatzungsbehörde zeigen, dass die beiden Parteien Ende Oktober 1945 auf der Bildfläche der Limburger Politik erschienen, wobei der Begriff „Limburg“ dabei nicht unbedingt nur die Stadt, sondern auch den damaligen Kreis Limburg umfasste.






















